Start der zweiten Serie von Palafitos
Am vergangenen Montag ging es mit etwas Verspätung mit dem Palafito-Bau los, in der Woche vorher habe ich schon die ersten Materialien eingekauft. Zum Anfangen braucht es die Eisenstangen für die Zementsäulen und das Fundament, gleichzeitig haben wir auch schon die Wellbleche gekauft, da dies im gleichen Transport geht. Leider ist der Preis der Eisen/Aluminium-Materialien seit der letzten Etappe in die Höhe geschossen und ist weiter am Steigen. So haben wir das Doppelte ausgegeben dieses Jahr, was knapp 1'000 Franken ausmacht. Den Zement habe ich auch gleich schon eingekauft, da der Preis seit dem letzten Mal, als ich nachfragte, leicht gestiegen ist und ich mich erinnere, dass wir ihn das letzte Mal für 55'000 Guaranies erhalten haben und er danach eine Zeit lang für PYG 70'000 zu haben war. Somit habe ich diesen schon vorsorglich zu PYG 53'000 gekauft, ich konnte da den Preis etwas drücken, da wir im Ganzen schon für PYG 13'000'000 am gleichen Ort eingekauft haben. Den Transport konnten wir diesmal sparen, da Isa, die eines der Palafito erhält, bereitwillig den alten Lastwagen der Reziklierstation ihres Vaters organisiert hat. Das Team scheint sehr motiviert, zum Abladen war immer ruckzuck jemand zur Stelle, einer des Quartetts hat sogar extra dafür frei genommen. Wer wieviele Tage arbeitet und an welchen Tagen, werden wir jeweils in Sitzungen absprechen müssen. Denn nicht alle können täglich mitarbeiten, weil sie sonst mit ihrem Lohn nicht durchkommen.
Am Montag ging es dann mit dem Markieren für die Fundamente (Zapata) los.
Danach
muss "gelocht" werden, was wie eine Probe ist, ob die Teammitglieder
genügend Durchhaltevermögen haben. Hier in der Zone ist viel Müll im
Boden, da diese vorher als Müllhalde, gebraucht wurde. Unter anderem
sind es Abfälle von einem Spital hier in der Nähe, bevor die Gegend hier
voll besiedelt war, daher ist das Schaufeln gar nicht einfach.
Isa ist die einzige Frau der Quadrille. Sie und ihr Mann hatten ordentlich Mühe sich zu organisieren, um die Arbeitskraft stellen zu können, weil beide arbeiten müssen. Isa arbeitet in der Reziklierstation ihres Vaters. Das sind kleine Zentren, die den Reziklierern ihre gesammelten Waren abkaufen und an einem Ort stapeln, um sie dann an die grösseren Firmen zu verkaufen. Viel verdient man daran nicht. Isa wird Montag bis Donnerstag mitarbeiten.
Isa
hat bei der Arbeit ihre Kinder dabei, und muss kurzerhand eines der
Löcher als Laufgitter benutzen, damit ihr der kleine Sohn nicht in die
Quere kommt. Der ältere hat fleissig mitgeschaufelt.
Don
Nenito ist der Bruder von Ricardo, er hat eine leichte Gehbehinderung,
ist auch Reziklierer und scheint der erste zu sein, der seine
Fundamentgruppen fertiggeschaufelt hat.
Nano,
Vater von 3 Kindern. Er ist im Moment Hausmann... etwas sehr seltenes
in Paraguay. Seine Frau hat eine feste Anstellung und er arbeitet nur
sporadisch, somit wird er voll mitarbeiten können.
Kaito
lebt mit zwei seiner schon erwachsenen Kinder zusammen. Er wird vor
allem die Tage abdecken an denen Isa arbeiten muss, damit es mit den
Arbeiten reibungslos vorwärts geht.
Während die Teammitglieder ihre Gruben graben, hat Ricardo schon damit begonnen die Eisen für die Zementsäulen vorzubereiten.










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