Die Fortschritte des Palafito Projekts
Nach der Fundament-Grabe-Probe ging es nun richtig los mit dem
Projekt. Und zwar reibungslos mit einem neuen Mitglied. Diese
Entscheidung wurde in der Quadrille getroffen, da Kaito einfach seine
Arbeitstage nicht eingehalten hat wie er sollte. Nachdem die
verbleibenden des Teams die Eisensäulen und Eisengitter für Fundament
und Zementsäulen alleine fertiggestellt hatten, gab es Unmut im Team.
Nach einer Vorwarnung und da er auch in der Sitzung dazu nicht erschien, wurde im Team entschieden, ihm abzusagen, und es wurde die Möglichkeit an Quino gegeben. Er wohnt zwar schon in San Pedro aber nahe genug am Refulado, um in Frage zu kommen. Probleme gab es deswegen nicht. Wir hatten immer klar kommuniziert, wie wichtig die gute Zusammenarbeit im Team ist für das Gelingen des Projekts. Das neue Mitglied erfüllt die Erwartungen bestens und stellt auch breitwillig sein "Motocarga" zur Verfügung, um die Verteilung der Baumaterialien zu erleichtern. Ausserdem fällt uns ein Stein vom Herzen, da er ausgiebig Gemüse spendet für die kleine "Olla Popular" des Teams. Diese ist vom Projekt-Geld nicht gedeckt. Am vorletzten Sonntag wurden "Sopa-Paraguay" verkauft um etwas Geld dafür zu sammeln. Diese Art Aktion machen wir aber nur alle 2 Wochen und somit wurde das Geld in der 2. Woche knapp. Gestern gab es deswegen einen vegetarischen Reiseintopf, Zwiebeln und Tomaten hatten wir. Viel mehr brauchte es dazu nicht. Heute gab es Bohnen Salat mit Tortilla (eine dicke Omelette).
Kino lebt in San Pedro aber fast an der Grenze zu 12 de Junio. Er wollte schon länger am Projekt teilhaben, wir haben aber bisher den Familien in 12 de Junio Präferenz gegeben. Er ist ein guter Kandidat, da seine Frau auswärts arbeitet und er nur tageweise mit seinem Moto-Carga Gemüse rezykliert. In der Regel ist das der Ausschuss eines Supermarkts, der verlesen und das Brauchbare gegessen oder billig verkauft wird. Davon wird jetzt auch in der Olla Popular gekocht.
Seit einer Woche hilft auch Christian vom Südbañado kräftig mit . Er war schon letztes Jahr mit dabei und wird dieses Jahr 2 Wochen bleiben und mitarbeiten.
Die Fundamente wurden mit dem motivierten Team in Rekordzeit gegossen. Dies trotz den Alterserscheinungen des kleinen Betonmischers, der zwischendurch geschweisst werden musste. Jetzt, geflickt sollte er wieder eine Weile durchhalten.
Die Holzverschalung der Säulen gibt
immer viel Arbeit. Sie müssen sorgfältig zusammengebaut werden, damit
es keine Ritzen hat, ausserdem ist das richtige Anbringen eine
Geduldsache. Da muss sehr exakt gearbeitet werden, damit sie richtig
senkrecht stehen und das braucht seine Zeit. Das Füllen der Säule ist
dann relativ schnell gemacht, vor allem wenn ein grosses Team zur
Verfügung steht.
Zum
Giessen der Säulen für Nanos Haus war das ganze Team, Ricardo der
Vorarbeiter und zwei Freiwillige, anwesend, somit ging es ruckzuck
vorwärts.
Die
ersten 6 Säulen sind sehr schön geworden. Die links ist schwarz, weil
die Holzverschalung mit Motoröl eingestrichen wurde. Das macht das
Putzen der Verschalung nachher einfacher.









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