Abschluss der 3 Serie Palafitos

 

Nach der Fertigstellung von Chino's Palafito, ging es daran, sämtliche Werkzeuge und das restliche Material wieder in die Chacarita (ca 10 Km Luftlinie) zu transportieren. Dafür einen geeigneten Transporter zu finden war schwierig.

Für die Helfer im Südbanado war es gar nicht einfach hierhin zu kommen um zu bauen, so wie es auch für mich sehr kompliziert war in den Südbanado zu gelangen. Da Mariana, Giova und Melanie andere Arbeit gefunden hatten, waren Christian und Chino mit im Team. Escobi hatte just zwei Wochen Arbeit, so ist Daisy eine Woche eingesprungen.

Da ich in meinem Palafito ein Stück Zementboden für die Waschmaschine brauchte, war auch alles leicht anders. Trotzdem kamen zuerst die Holzbalken auf die Säulen. Eine relativ strenge Arbeit, wo man besser zu Viert ist.


Für den Beton-Guss musste eine Verschalung gebaut werden. Da werden auch die Zementbalken beidseitig angebracht, im Ganzen braucht es also 3 Balken.


Die Bretter der Holzverschalung werden danach für den Balkon gebraucht, die Balkongrösse hängt davon ab.

Für den Betonguss waren wir zum Glück ein grosses Team, so ging dies ruckzuck.

Auch das Holzgerüst für die Wand entstand in Kürze und die Bretter waren schnell angenagelt.

 
Chino hat seine Mittagspause noch genutzt, aus den Resten der Holzbalken neue Hammerstiele zu fabrizieren. 
 
 
Ich nutzte meine Mittagspause, um den Brettern gleich einen ersten Anstrich zu geben, so, dass unter den Lättchen, die die Spalten überdecken auch Farbe ist. Das hat man bei den anderen Häusern nicht gemacht, weil es einfach zu kompliziert war. Da mein Haus aber das letzte war und die Gerüste nicht mehr gebraucht wurden, konnte ich mir den Luxus gönnen!

 

Chino und Ricardo am Abschluss des Wellblechdachs. Ich selber konnte bei dieser Palafitoserie richtig viel lernen. Leider kam ich nicht dazu, alles feinsäuberlich aufzuschreiben, wie ich eigentlich wollte.

Die 3. Zementsäule wurde noch separat angefertigt, dazu war Escobi schon wieder von seinem Arbeitseinsatz zurück. Danach wurden die Bodenplatten angebracht und die Latten über die Spälte genagelt. Letzteres ist eine langwierige Sache und auch nicht ganz einfach, da die Nägel dazu dünn und lang sind und gerne mal krumm werden.

Weil mir die Struktur des Holzes gefällt, beschloss ich, einen Teil mit transparentem, aber teurerem Holzschutzmittel zu streichen. Und einen Teil mit der billigeren Variante einer akrylischer Unterfarbe und einen synthetischen Anstrich darüber. Hier auf dem Bild sieht man den Balkon und die Treppe im Bau. Die Treppe habe ich mit Ricardo gemacht, beim Balkon hat ihm Escobi geholfen, während ich den Innenanstrich machte um so schnell wie möglich zügeln zu können.



Der Betonboden musste auch noch fertiggestellt werden, da half ich Ricardo mit dem Zement und ich habe dann den Boden mit einem vierfachen Anstrich versiegelt. Dieser musste noch nivelliert werden, wenn ich mir eine Dusche einrichten will. Auch der Schüttstein fehlt noch. Ich habe draussen auf dem Balkon einen Wasserhahn und innen eine Einrichtung mit Kesseln. Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mir alles noch besser einrichten.

Nachdem der Anstrich innen und aussen fertig war, kam Chino das Elektrische zu installieren. Er hat einen Elektrikerkurs gemacht und versteht das ganz gut.

 

Dann konnte ich endlich zügeln, das war wirklich schon dringend, denn es wird gebraucht, damit Pitu, der Sohn der Nachbarin dort einziehen kann. Er wurde vor gut einem Monat ins Spital eingeliefert wegen einer schweren Grippe, die er knapp überlebt hat und muss nun ein separates Zimmer haben, damit er nicht so vielen Keimen ausgesetzt ist. Er hatte als Kind Meningitis und konnte sich nicht richtig entwickeln. Daher ist er gesundheitlich schwer beeinträchtigt.

Jetzt freue ich mich sehr an meinem eigenen, einfachen Zuhause, das ich dank einigen Spenden für das Material und viel Hilfe von treuen Kolleginnen und Kollegen bauen konnte. Herzlichen Dank allen.


 

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